Arbeitskreis freimaurerisch interessierter Frauen Flensburg

mit Ziel: Gründung der Loge "Aurora Borealis"

Wir treffen uns regelmäßig und veranstalten Gästeabende.

flensburg@freimaurerinnen.de

Was ist Freimaurerei?

Seit ihrer Entstehung (um 1717) war Freimaurerei im europäischen Kulturkreis ein Männerbund. Wir Frauen haben in der Freimaurerei Wertvolles erkannt und übernommen, um in einer gleichberechtigten Gesellschaft am großen Bau der Menschlichkeit mitzuwirken. Das bewusst angestrebte Ziel, diese Aufgabe zu meistern, ist der Weg der Selbsterkenntnis.

Ist die Freimaurerei frauenfeindlich?

Die Rahmenbedingungen waren einst frauenfeindlich, aber man darf die Rahmenbedingungen nicht mit den Inhalten gleichsetzen. Der Inhalt der Freimaurerei ist nicht der äußerliche Zustand eines Männerbundes, sondern die ideellen Inhalte der Freimaurerei sind Toleranz, Humanität, Menschenliebe. Diese Ideale bieten einen möglichen Weg zur Selbsterkenntnis - einen von vielen anderen.  

Was sind die Freimaurerinnenlogen nicht?

Sie sind     

          keine therapeutische Gruppe,

          keine Insel der Seligen,

          kein Debattierklub,

          keine Religionsgemeinschaft,

          keine Interessenvertretung,

          kein Geheimbund.

Was sind die Freimaurerinnenlogen?

Sie sind

          ein Refugium Ähnlichgesinnter,

          ein Bund für Zielstrebige,

          ein Ort der ‚Innenarchitektur’,

          eine Schmiede für Toleranz,

          eine Werkstätte für Humanität,

          ein Schutzraum für Vertrauen und Schwesterlichkeit.

Wie wollen Freimaurerinnen ihre Ziele erreichen?

Durch gemeinsames Bemühen in der schwesterlichen Gemeinschaft der Loge. ‚Loge’ ist nicht nur der Name der Gemeinschaft der Mitglieder, sondern auch der Ort, an dem mit Hilfe von Symbolen und Ritualen die unverlierbaren Werte und menschlichen Ideale über rein theoretische Kenntnisse hinaus zum ‚Erkennen durch Erleben’ gebracht werden können.

Wozu dienen Rituale?

Rituale haben den Sinn menschliches Leben UND das Miteinander zu regeln. Sie dienen den Menschen als Mittel zum Wachstum, zur Reifung und Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit.

Was meinen wir Freimaurerinnen mit ARBEIT?

Die freimaurerische Arbeitssymbolik meint die Arbeit an sich selbst UND die Mit-Arbeit am Ganzen, das Mit-Gestalten, das Mit-Erbauen am Tempel der Humanität, das zur eigenen Erbauung wird.

Erst durch Ausbildung, Übung und Fleiß kommen diese Fähigkeiten zur Entfaltung, wie im profanen Arbeitsleben auch. Wir Freimaurerinnen sprechen immer von Arbeit, weil wir daran arbeiten, d.h. uns immer wieder bemühen, die Wertvorstellungen von Menschlichkeit und Toleranz in den Alltag und die Tat umzusetzen – danach zu handeln.

Warum nennen die Freimaurer ihren Raum für die rituellen Arbeiten TEMPEL?

Tempel sind Orte, an denen Geschichte im Sinne von Tradition bewahrt wird, in denen die als unverlierbar erkannten Wertvorstellungen menschlichen Zusammenlebens vermittelt und weitergegeben werden. Der Tempel als GEISTIGER Leitgedanke ist abhängig vom innerlichen Standpunkt der Menschen, die ihn benutzen – nicht vom Ort.

Wo findet man seriöse Informationen über die Freimaurerei?

1.  im direkten Kontakt mit Freimaurerinnen an Gästeabenden* in den Logen oder freimaurerische Gründungszirkeln bzw. Arbeitskreisen.

2.  für Internetsurferinnen: www.freimaurerinnen.de und auch den weiterführenden ‚links’ folgen.

3.  für Bücher„würmer“: der Büchermarkt ist voll mit seriösen & unseriösen Büchern und Schriften. Ein ganz privater Tipp: kaufen Sie sich im Anfang Ihres Studiums keine Bücher, die in einem ‚Rutsch' gleich über mehrere sog. Mysterien- bzw. Geheimbünde schreiben, um Fehlverständnisse zu vermeiden.

Wer kann Freimaurerin werden?

Jede unbescholtene Frau über 21 Jahre kann Freimaurerin werden, sofern sie sich mit den Zielen der Freimaurerei - Toleranz und Humanität – identifizieren kann, Interesse, Engagement und Ausdauer an unseren Veranstaltungen zeigt und von den Mitgliedern einer Loge in einer Abstimmung akzeptiert wird.

Sie möchten einer Freimaurerinnenloge beitreten? Wie fangen Sie das an?

Zunächst muss man wissen, dass man einer Freimaurerloge nicht beitritt wie einem x-beliebigen Verein. Als Freimaurerin geht man ein bleibendes Verpflichtungsverhältnis auf ethischer Ebene ein. Der Freimaurerinnenbund ist eine Gesinnungsgemeinschaft, und man sollte diese Gesinnung  - diese Welt- und Lebensanschauung bereits besitzen.

Wir Freimaurerinnen bezeichnen diejenige, die sich uns anschließen möchte, als „Suchende”, weil die Betreffende für sich und ihr Leben mehr sucht, als es bisher zu bieten vermochte. Der erste Kontakt kann das Telefonbuch - Stichwort Logenhaus -, das Vereinsregister beim Amtsgericht, das Internet oder auch Veranstaltungskalender und Archive von Zeitungen sein oder Mund-zu-Mund-Information. Daraus ergeben sich Einladungen zu Gästeabenden. Für ein näheres Kennenlernen und tieferes Interesse warten WIR auf ein ‚Signal’ von der interessierten Frau, wenn sie weitere Gespräche im kleinen Kreis wünscht.

Etwa ein Jahr wird darüber verstreichen. Falls sie nun endgültig aufgenommen werden möchte, bittet die Suchende um eine Bürgin, mit der der Aufnahmewunsch sorgfältig besprochen und das Gesuch ausgefüllt wird. Bis zur Aufnahme - und auch später noch - wird sie von dieser Bürgin begleitet und kann sich vertrauensvoll stets an sie wenden.

Die feierliche Aufnahmezeremonie während einer rituellen Tempelarbeit wird für jede, die sie einmal erlebte, einen bleibenden, tiefen Eindruck für das ganze Leben hinterlassen.

 

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