Frauen und Freimaurerei?
Freimaurerei ist seit ihrer Entstehung in unserer europäischen Kultur ein Männerbund. Sie wurde bis 1949 auch in Deutschland ausschließlich als Männerbund gelebt, obwohl schon in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens für Lessing die Freimaurerei im Wesen des Menschen gründet - und der kann eben männlich oder weiblich sein.
So haben wir als Frauen aus der brüderlichen Tradition der Freimaurer etwas übernommen, in dem auch wir einen würdigen und tragenden Wert erkennen und von dem wir meinen, dass auch engagierte Frauen zur Mitarbeit am großen Bauwerk der Menschlichkeit aufgefordert sind.
Wir wollen uns durch die Arbeit in der Freimaurerinnenloge um geistige Reife und Maßstäbe für sittliches Handeln bemühen, um innerhalb des jeweils eigenen Lebensbereiches Toleranz, Achtung, Gerechtigkeit und gegenseitiges Verstehen zu verwirklichen.
Wer kann Freimaurerin werden?
Jede Frau über 21 Jahre kann Freimaurerin werden, sofern sie sich mit den Zielen der Freimaurerei - das heißt persönliches Engagement für Toleranz und Humaniät - identifizieren kann, mit Interesse und Beharrlichkeit unsere Veranstaltungen verfolgt und nach einer Zeit des gegenseitigen Kennenlernens von der Loge als neues Mitglied akzeptiert wird.
Wir sind ein initiatischer Bund, das heißt, nur durch eine Initiation, eine rituelle Aufnahme, kann eine Frau Mitglied unseres Bundes werden.
Was sind die Logen der Freimaurerinnen nicht?
Sie sind keine therapeutische Gruppe,
keine Insel der Seligen,
kein Debattierclub,
keine Religionsgemeinschaft,
keine Interessenvertretung!